Herbstzeit – Erkältungszeit

Auch mich hat es schon erwischt, und da nach Halsweh und Schnupfen meist der Husten kommt, war das eine gute Gelegenheit schon mal was dagegen herzustellen:

Thymian, Spitzwegerich und zerstossene Fenchelsamen in kaltem Wasser ansetzen, zum Kochen bringen und 30 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen. Dann abseihen, den Sud abmessen und die gleiche Menge an Zucker oder Honig zugeben. Nochmal aufkochen und noch heiss in Flaschen füllen.
Schmeckt richtig lecker!

Und à propos lecker, Hustenbonbons wollte ich dann auch noch haben! Da habe ich wie oben einen Sud aus Thymian, Fenchel, Ingwer und Salbei gekocht, abgesiebt und eine Zitrone dazu gepresst und 100 ml davon abgemessen.
In einen hohen Topf kommen 200 g Zucker mit etwas von dem Sud und nun muss man bei mittlerer Hitze immer rühren, bis der Zucker geschmolzen ist.
Dann unter Rühren nach und nach den Rest des Suds dazu geben, die Masse wird dickflüssiger. 

Schöne Bonbons bekommt man, wenn man sie in gefettete (!) Silikon-Pralinenförmchen giesst. Man kann sie auch auf Backpapier tropfen, aber ich verbrenne mir dann beim Formen immer die Fingerspitzen…
Und noch etwas: wenn man die Masse im Topf zu heiss werden lässt, zerfällt das Ganze wieder in Zuckerkristalle…. Kann man dann nur noch zum Süssen in den (Erkältungs-)Tee werfen…

Zusatztermin für einen Naturkosmetikkurs

Am 22.09.2017 um 19 Uhr gibt es noch einen Workshop , in dem mit einfachen Zutaten aus Küche und Speisekammer und natürlich Kräutern pflegende Naturkosmetik hergestellt wird.

Geplant sind: Körperbutter, Makeup-Entferner, Toner, Deo, Peeling, Badesalz und Lippenpflegestifte – so ist das vorläufige Skript. Dazu gibt es noch Rezepte für Gesichtsmasken, Shampoos und sonstige pflegende Produkte.

Veranstaltungsort ist wie immer das Kochhäuschen in Bad Marienberg-Langenbach, die Kosten incl. Material betragen auch wie immer 30,00 €.

Löwenzahnzeit

 

Ist es nicht schön, wie tausende von kleinen leuchtend gelben Sonnen die Wiesen überziehen? Der Löwenzahn ist nicht nur ein hübsch anzusehender Frühlingsbote, sondern auch eine wichtige Heilpflanze für Leber und Galle. Er enthält so vieles, was uns gut tut: appetitanregende und verdauungsfördernde Bitterstoffe, viele Mineralstoffe und Vitamine, die wir am besten mit frischen Blättern im Salat zu uns nehmen.

Aber man kann auch ein sehr aromatisches Chutney davon machen, es schmeckt gut auf Brot, Käse oder in Blätterteig:

Ca. 250 g Löwenzahnblüten und Knospen
1 rote Paprika
1 Zwiebel
1 Apfel
1 Birne
100 g Rosinen
100 g getrocknete Aprikosen
50 g Ingwer
100 ml Balsamicoessig, weiss
75 g Zucker
Saft einer Orange
Salz, Pfeffer ud Koriander

Alles wird ganz klein geschnitten, den Löwenzahn am besten im Mixer zerkleinern (das Schneiden dauert sonst ewig!).
Alles in einen Topf geben und über Nacht stehen lassen.
Am nächsten Tag erhitzen und eine gute halbe Stunde lang köcheln lassen, ab und zu umrühren. Evtl noch kurz mit dem Pürierstab durchgehen und heiss in saubere Gläser füllen.

Kann man auch sehr schön verschenken!

     

Baumblätter? Ja, bitte!!!

Jetzt im Frühling findet man nicht nur am Boden frische grüne Delikatessen, auch die frisch ausgetriebenen Blättchen und zarten Blüten von Bäumen und Sträuchern bereichern für kurze Zeit unseren Speisezettel.

Den ganzen Winter hindurch haben diese in Knospenschuppen verpackt der Kälte getrotzt. Sobald die Temperaturen steigen, beginnt die Zeit des Wachsens und die Bäume pumpen mit Nährstoffen, Enzymen und Vitaminen angereichertes Wasser in die Äste, die Knospen schwellen und frisches Grün bricht heraus.

Solange die Blättchen noch so weich und zart sind, enthalten sie kaum Bitterstoffe und schmecken ganz mild.

Birke, Buche, Ahorn und Linde kann man im Wald sozusagen im Vorbeigehen ernten, aber auch Weissdorn, Kirsche und Eberesche sollte man nicht verschmähen. Der Ebereschenaustrieb hat zudem ein intensives marzipanähnliches Aroma – das wäre doch was für den ersten Liköransatz des Jahres?

Neben zarten Baumblätter-Salaten erfreut auch ein farbenfrohes Frühlings-Butterbrot-Buffet
Augen und Gaumen! Hier kommen auch Löwenzahnblüten und -Knospen, Veilchen, Gänseblümchen und die wunderbar pfeffrigen Wiesenschaumkrautblüten zum Einsatz.

Also: schnell raus zum Ernten! Die Saison dauert nur wenige Tage!!!

Endlich wieder frisches Grün

Frühlingsessen 😊! Wir schwelgen wieder in frischem Grün und Salat gibt es nur noch wild aus der Natur.
„Oh, gibt es heute abend wieder Wiese?“ (Mein Mann….).
Als Hauptgericht diesmal mit Avocado, Radieschen, getrockneten Tomaten und Mozzarella, das Grüne ziemlich löwenzahnlastig, aber auch mit Sauerampfer, Schafgarbenblättchen und Frauenmantel, Wiesenschaumkrautknospen und natürlich Gänseblümchen.
Dazu ein Dressing aus Rapsöl, Granatapfelessig, Sumach, Schoko-Chilisalz und Pfeffer, und den Salat schön auf Tellern angerichtet und mit Berberitzenfrüchten bestreut servieren.

Chaimischung für kalte Tage

Eigentlich wollte ich ja Gewürztee machen…
Hatte schon Kardamom, Zimt und getrockneten Ingwer gemischt,
schwarzen Pfeffer, etwas Anis und Fenchel dazugegeben – und dann habe ich gedacht, daß die Mischung zerkleinert doch mehr Aroma abgeben würde. Also ab in den Mixer damit und es wurde immer feiner und feiner, ich hab mal dran gerochen und dann Kakao- und Milchpulver und braunen Zucker dazu gekippt. Nochmal gemixt – und fertig ist ein wunderbar würziges Chai-Latte-Pulver!
Einfach 1 Teelöffel pro Tasse mit heissem Wasser aufgiessen, evtl. noch einen Schuss Milch dazu!

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Reiche Basilikum-Ernte

Habe einen dicken Bund Basilikum geerntet, und zwar meine Lieblingssorte „African Blue“, das ist ein Strauchbasilikum, das im Laufe des Sommers zu hüfthohen üppigen Büschen geworden ist.
Nach einer Stunde waren dann Blätter und Blüten abgezupft – und drei Raupen aussortiert, die Freunde asiatischer Küche natürlich auch drin lassen können 😉

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Kräuterbrot mit Salbei

Da ich ganz viel Salbei vom Workshop übrig hatte und auch nichts von den guten Kräutern wegwerfen kann, muss der ja irgendwie verarbeitet werden. Also backe ich heute mein Lieblingsbrot mal mit Salbei. Lieblingsbrot, weil es ganz schnell gemacht ist, der Teig nicht gehen muss und dann einfach in den kalten Backofen geschoben wird.

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